Kanäle sind an PIMs festgeschweisst.
Zehn Sites und zwei Portale lesen direkt aus einem bestimmten PIM. Wer das PIM ersetzt, baut jede Integration neu.
01 · MARKENGRUPPE
Eine durch Zukäufe gewachsene Gruppe technischer Marken betreibt drei PIMs und ein Dutzend Websites. PIM Gate gibt jeder Marke und jedem Land ein eigenes, gebrandetes Portal und eine API für alle Websites — und wird zur Brücke, auf der die PIMs darunter konsolidiert werden.
«Die Gruppe hat beschlossen, ihre PIMs zu konsolidieren — und jede Website, jedes Portal und jeder Feed hängt an einem davon.»
02 · AUSGANGSLAGE
Die Gruppe besitzt vier Marken technischer Produkte und verkauft über sieben Landesgesellschaften. Jede Akquisition brachte eigene Systeme mit: Eine Marke arbeitet mit Akeneo, eine mit Pimcore, eine mit einer selbst entwickelten Produktdatenbank; die vierte pflegt Daten im Gruppen-ERP und in Tabellen. Zusammen rund 180'000 Artikel in elf Sprachen.
Jede Marke hat eine eigene Website, einige Landesgesellschaften betreiben eigene Sites, und jede Site ist direkt an «ihr» PIM angebunden. Händlerportale gibt es für zwei Marken, gebaut auf unterschiedlicher Technik. Konzernkunden kaufen markenübergreifend, erhalten aber von jeder Marke einen eigenen Katalog.
Die Gruppe hat beschlossen, in den nächsten 18 Monaten auf ein PIM zu konsolidieren. Das Risiko, das alle sehen: Jeder Konsolidierungsschritt bricht irgendwo eine Website, ein Portal oder einen Feed.
| MARKE × SYSTEM · HEUTE | Rolle | Status |
|---|---|---|
| MARKE A | AKENEO · 3 SITES | HÄNDLERPORTAL (INDIVIDUELL) |
| MARKE B | PIMCORE · 2 SITES | — |
| MARKE C | EIGENE DB · 4 SITES | HÄNDLERPORTAL (CMS-PLUGIN) |
| MARKE D | ERP + XLSX · 1 SITE | — |
03 · HERAUSFORDERUNGEN
Zehn Sites und zwei Portale lesen direkt aus einem bestimmten PIM. Wer das PIM ersetzt, baut jede Integration neu.
Jede Marke und jedes Land braucht eigenen Auftritt, eigene Domain und eigenes Sortiment — auch wenn die Daten aus einer Quelle kommen.
Key Accounts, die markenübergreifend kaufen, erhalten getrennte Dateien, Formate und Preislogiken.
Jede Marke übersetzt für sich; gemeinsame Begriffe werden viermal übersetzt, jedes Mal anders.
Attributnamen, Einheiten und Klassifikationen unterscheiden sich pro Marke. Eine gruppenweite Sicht braucht zuerst ein kanonisches Schema.
Das Geschäft der Landesgesellschaften kann für ein Umstellungswochenende nicht stillstehen, und ein misslungener Schritt muss umkehrbar sein.
04 · DAS PIM-GATE-SETUP
PIM Gate liest aus jedem PIM, das die Gruppe heute betreibt, und bildet alles auf ein kanonisches Schema ab. Darüber bekommt jede Marke und jedes Land einen gebrandeten Mandanten mit eigener Domain, eigenem Auftritt und eigenen Portalen, und alle Websites nutzen eine API. Wenn die Gruppe konsolidiert, schaltet die Migrationsbrücke die Quellen Attributgruppe für Attributgruppe um — die Kanäle darüber merken nichts, und jeder Schritt lässt sich zurückrollen.
Diagramm, Tab «Heute». Akeneo, Pimcore, eine eigene Datenbank, ERP-Tabellen und das Gruppen-ERP speisen PIM Gate, das alles auf ein kanonisches Gruppenschema abbildet. Darüber zwölf gebrandete Mandanten für vier Marken und ihre Länder, jeweils mit Kunden- und Vertriebsportal, sowie eine API für zehn Websites. Diagramm, Tab «Während der Konsolidierung». Alte PIMs und das neue Gruppen-PIM speisen PIM Gate parallel. Die Quellen werden pro Attributgruppe von alt auf neu umgeschaltet, mit Rollback pro Gruppe. Portale, Mandanten und Websites bleiben unverändert.
Ein Gedächtnis, vier Markenstimmen
05 · ABLAUF
Akeneo und Pimcore über die Standard-Connectoren, die eigene Datenbank über einen individuellen Connector, ERP und Tabellen von Marke D über zeitgesteuertes SFTP. In den Quellsystemen ändert sich nichts.
Attribute, Einheiten und Klassifikationen aller vier Marken werden auf ein Schema abgebildet. Unterschiede werden sichtbar — und einmal, auf Gruppenebene, entschieden.
Jeder erhält Domain, Auftritt, Sprachen, Sortiment und Portale. Der Gruppenvertrieb bekommt zusätzlich eine markenübergreifende Sicht für Key Accounts.
Die Websites wechseln von ihrer PIM-Anbindung auf die PIM-Gate-API, eine nach der anderen, gefiltert nach Marke und Markt, synchronisiert per Delta.
Ein Gruppen-Translation-Memory für elf Sprachen, eine Terminologie pro Marke, Prüfung durch die Länderteams.
Ist das neue Gruppen-PIM für eine Marke bereit, schaltet die Migrationsbrücke deren Daten Attributgruppe für Attributgruppe um. Versionierte Exporte zeigen jede Differenz vorher und nachher; jeder Schritt lässt sich zurückrollen.
06 · MODULE & PORTALE
PIM-Connectoren Akeneo, Pimcore (sowie Viamedici, Stibo, Censhare)
Quellen von Marke A und B
Import XML · REST-Pull · zeitgesteuertes SFTP
Marke D und Gruppen-ERP
Individueller Connector
Eigene Produktdatenbank von Marke C
sofort verfügbar (Add-on)
Kanonisches Schema · Attribut-Metadaten
Gruppen-Datenmodell
Mapping-UI Quelle → kanonisch · sichere Umstellung
Abbildung von vier Marken
PIM-Migrationsbrücke (alt + neu parallel, Rollback)
Konsolidierung ohne Unterbruch der Kanäle
Multi-Mandanten-Plattform · Subdomains · eigene Domains
12 gebrandete Mandanten
White-Label-Branding pro Portal
Markenauftritt pro Mandant
Kundenportal
Händler pro Marke und Land
Vertriebsportal
Markenübergreifende Sicht für Key Accounts
Lieferantenportal (optional, in L enthalten)
Ein Regelwerk für die Lieferanten aller Marken
Versionierte REST-API /v1 · Delta-Sync · Webhooks
Eine API für zehn Websites
Produktdaten-Übersetzung (gemeinsames TM, Marken-Terminologien)
Elf Sprachen
SSO OIDC/SAML · SCIM
Identity Provider der Gruppe
Vererbung von Attributen/Texten
Gemeinsame Texte markenübergreifend vererben
07 · ERWARTETE EFFEKTE
Jede Site an ihr eigenes PIM angebunden
Alle Sites an einer API — das PIM dahinter darf wechseln.
Konsolidierung als Big Bang
Konsolidierung pro Marke und Attributgruppe, jeder Schritt umkehrbar.
Eigene Portaltechnik pro Marke
Gebrandete Mandanten auf einer Plattform, jeder mit eigener Domain und eigenem Auftritt.
Vier Kataloge für Konzernkunden
Eine markenübergreifende Sicht auf die Gruppenvereinbarung.
Vier Übersetzungs-Setups
Ein Gruppengedächtnis, markenspezifische Terminologie.
Attribut-Wildwuchs über Marken
Ein kanonisches Schema, einmal entschieden.
Qualitative Erwartungen für dieses Szenario, keine gemessenen Ergebnisse.
08 · TYPISCHE KONFIGURATION
Gruppen-Produktdaten, Markenmarketing und E-Commerce der Länder kommen auf 26–100 Seats; 180'000 Artikel passen ins Band ≤ 500k; elf Sprachen erfordern Version L. L enthält zehn gebrandete Mandanten und alle drei Portal-Module; zwei weitere Mandanten decken die übrigen Marken-Länder-Kombinationen ab. Händler, Aussendienst und Key Accounts sind Portal-Nutzer — unbegrenzt. Indikativer Listenpreis € 29'100, EUR, jährliche Vorauszahlung, zzgl. MwSt. Inklusive 99,9 % SLA.
| Position | € / Jahr |
|---|---|
| Version L — 26–100 Seats, ≤ 500k Artikel, alle 3 Portal-Module, 10 gebrandete Mandanten, unbegrenzte Sprachen und Connectoren | € 20'400 |
| 2 zusätzliche gebrandete Mandanten (je Mandant) | € 2'400 |
| Individueller Connector für die eigene Datenbank · jährlich | € 1'200 |
| Stage-/Test-Mandant · halbe Kapazität (25 % von Version L) | € 5'100 |
| Indikativer Listenpreis | € 29'100 |
09 · EINFÜHRUNG
WOCHE 1–4Gruppenschema und Mandantenplan. Attributvergleich der vier Marken, kanonisches Gruppenschema, Mandanten- und Domainplan, API-Vertrag für die Websites.
WOCHE 5–10Marke A von Ende zu Ende. Akeneo angebunden, Mandanten und Händlerportal von Marke A live, erste Website auf die API umgestellt.
WOCHE 11–24Marken B, C, D. Übrige Quellen angebunden (inkl. individuellem Connector), Mandanten pro Land, Websites nacheinander migriert, markenübergreifende Vertriebssicht.
MONAT 6–18PIMs darunter. Sobald das Gruppen-PIM pro Marke live geht, schaltet die Migrationsbrücke die Quellen pro Attributgruppe um; Parallelbetrieb, bis jede Marke abgenommen ist.
NACH ABNAHMEAlte PIMs ausser Betrieb. Alte Quellen werden getrennt, sobald alle Attributgruppen über das Gruppen-PIM laufen; die Kanäle bleiben unberührt.
Indikativer Plan. Den Takt der Konsolidierung bestimmt das PIM-Projekt der Gruppe, nicht PIM Gate.
10 · NÄCHSTER SCHRITT
Bringen Sie Ihre Übersicht Marke × System mit. Wir skizzieren das kanonische Schema, den Mandantenplan und die Reihenfolge, in der Kanäle und PIMs umziehen.
11 · Weiterlesen
Jeder Stand bewahrt, jede Änderung nachvollziehbar, jede Migration umkehrbar.
Das PIM, das ERP und die Lieferantendateien anbinden, die Sie heute schon betreiben — ohne eines davon anzufassen.
Sechs Berechtigungsebenen, serverseitig durchgesetzt, append-only protokolliert.
Setzen Sie ein Gate zwischen Katalog und Chaos.