Der Innendienst ist der Vertriebskanal.
Datenblätter, Anleitungen und Zertifikate gehen per E-Mail raus, Anfrage für Anfrage. Niemand weiss, welche Version ein Grosshändler hat.
01 · HAUSTECHNIK
Ein mittelständischer Hersteller von Mess- und Regeltechnik für Heizung, Sanitär und Gebäudetechnik behält Viamedici EPIM und SAP — und stellt PIM Gate davor: für Installateure, Grosshandel, Übersetzer und später den Shop.
«Jeden Montag verschickt der Innendienst dieselben Datenblätter an Installateure — und jedes Quartal will ein Grosshändler ein neues BMEcat.»
02 · Heute
Das Unternehmen entwickelt und fertigt Mess-, Regel- und Sicherheitstechnik für Heizung, Sanitär und Gebäudetechnik: Manometer und Thermometer, Sensoren und Regler, Überwachungsgeräte, Anschlussverschraubungen und Zubehör. Rund 20'000 verkaufsfähige Artikel, die meisten davon Varianten — Anschlussgrössen, Messbereiche, Gehäuse- und Kabeloptionen.
Stammdaten, Klassifikation, Marketingtexte und Medienverweise liegen in Viamedici EPIM. Materialnummern, GTIN, Preisgruppen und Verfügbarkeitskennzeichen liegen in SAP. Der Vertrieb läuft dreistufig — Hersteller, Fachgrosshandel, Installateur — in Deutschland, Österreich und der Schweiz, dazu Export über Vertriebspartner.
Installateure, Planer und Grosshändler brauchen Datenblätter, Montageanleitungen, Zertifikate und Bilder — täglich. Heute bekommen sie diese vom Innendienst, per E-Mail. Grosshändler verlangen ETIM-klassifizierte BMEcat-Dateien für ihre eigenen Systeme. Ein externer Übersetzungspartner überträgt die deutschen Ausgangstexte nach de-CH und en-GB und pflegt das Translation Memory in seinem eigenen CAT-Tool.
| Systemlandschaft · heute | role | stays |
|---|---|---|
| Viamedici EPIM | Stammdaten, Texte, Klassifikation, Medienverweise | Bleibt · führendes System |
| SAP | Material, GTIN, Preisgruppe, Verfügbarkeit | Bleibt |
| Fileshare / DAM | Bilder, Zeichnungen, PDFs | Bleibt |
| Übersetzungspartner · CAT-Tool | Translation Memory, Terminologie | Bleibt · extern |
| E-Mail / FTP | Verteilung an Installateure und Grosshandel | Wird durch das Gate ersetzt |
03 · Herausforderungen
Datenblätter, Anleitungen und Zertifikate gehen per E-Mail raus, Anfrage für Anfrage. Niemand weiss, welche Version ein Grosshändler hat.
Fachgrosshändler weisen Dateien mit fehlenden ETIM-Klassen oder -Merkmalen zurück. Viele Werte stehen in EPIM als Freitext — jede Lieferung wird zur manuellen Mapping-Übung.
Schweizerdeutsch braucht ein eigenes Locale: kein ß, Schweizer Begriffe, Schweizer Handelseinheiten. Heute ist es eine Kopie von de-DE mit Handkorrekturen — und läuft auseinander.
Das Translation Memory des Partners liegt in seinem CAT-Tool. Vollständige Excel-Exporte bedeuten: Tausende unveränderte Variantentexte gehen jede Runde erneut raus.
Material-, Konformitäts-, Reparatur- und Entsorgungsdaten verteilen sich auf EPIM, SAP und PDF-Erklärungen. Es gibt keinen einzelnen Datensatz, aus dem ein Pass entstehen kann.
Jede Änderung an Regeln, Mappings oder Exporten trifft alle Kanäle gleichzeitig. Die IT will eine Testumgebung, bevor etwas live geht.
04 · Das Setup
PIM Gate liest zeitgesteuert aus EPIM und SAP und schreibt nichts zurück, solange Sie es nicht konfigurieren. Alles, was das Unternehmen verlässt — Portalseiten, Grosshandelsdateien, Website-Daten, Übersetzungspakete und später Produktpässe und Shop-Daten — passiert dasselbe Gate: validiert, übersetzt, berechtigt und protokolliert.
Diagramm. Die Quellen Viamedici EPIM, SAP, Assets und Translation Memory speisen PIM Gate. PIM Gate validiert, übersetzt, berechtigt und protokolliert und bedient ein Kundenportal, BMEcat-Feeds für den Grosshandel, die Website-API und Übersetzungspakete; Digitaler Produktpass und Shop folgen in späteren Phasen.
Durchgezogen · Phase 1–2 · Gestrichelt · spätere Phase · Badge · aktueller Status
Übersetzung: nur was sich geändert hat — im eigenen Tool des Partners
05 · Ablauf
EPIM exportiert XML nächtlich und auf Abruf per SFTP; SAP liefert eine Flat-Datei mit Material, GTIN, Preisgruppe und Verfügbarkeit. PIM Gate führt beides zu einem kanonischen Produktdatensatz pro Artikel zusammen.
Regeln pro Kanal: ETIM-Klasse und Pflichtmerkmale für den Grosshandel, Datenblatt-PDF für das Portal, de-CH-Text für die Schweizer Märkte. Fehlerhafte Datensätze werden mit Begründung auf Feldebene zurückgehalten; das Team korrigiert sie in EPIM, wo sie hingehören.
Neue und geänderte Segmente werden gegen das TMX des Partners und Ihre Terminologie abgeglichen, über Varianten hinweg dedupliziert und als XLIFF-Paket exportiert. Der Partner arbeitet in seinem eigenen CAT-Tool; das Paket kommt zurück, wird importiert und landet pro Sprache in der Review-Queue. de-CH nutzt eine Fallback-Kette auf de-DE — eine Schweizer Fassung braucht es nur dort, wo sich der Text tatsächlich unterscheidet.
EPIM-Attribute werden einmal auf ETIM-Klassen und -Merkmale gemappt; jeder Export zeigt die Vollständigkeit pro Klasse. BMEcat-Dateien entstehen pro Grosshändler, versioniert und mit der vorherigen Lieferung vergleichbar.
Installateure, Planer und Grosshändler finden Produkte, Datenblätter, Anleitungen und Zertifikate selbst. Grosshandelspartner sehen zusätzlich Logistikdaten und ihre BMEcat-Downloads. Die Website bezieht dieselben Daten über die REST-API — nur als Delta.
Neue Regeln, Mappings und Portaleinstellungen werden im Test-Mandanten mit denselben Quelldaten erprobt, bevor sie in der Produktion konfiguriert werden. Jeder Export bleibt versioniert — jede Änderung lässt sich vergleichen und zurückrollen.
06 · Module & Portale
Viamedici-Connector (XML) · zeitgesteuerter SFTP-Import
Nächtlicher und bedarfsgesteuerter EPIM-Import
SAP-Daten per zeitgesteuertem Datei-Export
Material, GTIN, Preisgruppe, Verfügbarkeit
Generischer Import live; Standard-SAP-Connector auf der Roadmap
Kanonisches Schema · Mehrsprachigkeit mit Fallback-Ketten
Ein Datensatz pro Artikel; de-CH fällt auf de-DE zurück
Validierungsregeln · Prüfhalt
Kanalregeln für Grosshandel, Portal und de-CH
Kundenportal
Self-Service für Installateure, Planer, Grosshandel
Sammlungen · Share-Links · Massen-Download mit Audit-Trail
Grosshandel und Planer stellen Auswahlen zusammen und teilen sie
White-Label-Branding · eigene Domain
Portal in Marke und Domain des Herstellers
Produktdaten-Übersetzung (TMX/TBX, Delta, Review-Queue, XLIFF-Pakete)
Partner behält Tool und TM; nur Deltas werden verschickt
Modul ETIM & BMEcat
ETIM-Mapping, Vollständigkeit, BMEcat pro Grosshändler
Versionierte Exporte · Delta-Sync auf Feldebene · REST-API /v1
Website und Feeds erhalten nur Änderungen
Stage-/Test-Mandant
Regeln und Mappings vor der Produktion erproben
2026
Modul Digitaler Produktpass
Phase 3: Passdatensätze und Datenträger
PIM Gate Commerce
Später: Shop, gespeist über das Gate
Status per 24.09.2026. Termine siehe Roadmap.
07 · Erwartete Effekte
Datenblätter gehen per E-Mail raus, Anfrage für Anfrage → Installateure und Grosshandel bedienen sich selbst im Portal; der Innendienst verschickt einen Link.
BMEcat wird für jeden Grosshändler von Hand zusammengestellt → BMEcat entsteht aus dem Gate, die ETIM-Vollständigkeit ist vor der Lieferung sichtbar.
Übersetzer erhalten jede Runde vollständige Dateien → Übersetzer erhalten nur neue und geänderte Segmente, dedupliziert, als XLIFF — in ihrem eigenen Tool.
de-CH ist eine von Hand bearbeitete Kopie → de-CH ist ein eigenes Locale mit Fallback, Terminologie und Review.
Die Website importiert vollständige Exporte → Die Website erhält Deltas auf Feldebene
rund 95 % kleinere Payloads als Vollexporte
DPP-Daten sind verstreut → Passrelevante Attribute sind im selben Datensatz modelliert und validiert, bereit für das DPP-Modul.
Qualitative Erwartungen für dieses Szenario, keine gemessenen Ergebnisse. Die tatsächlichen Effekte hängen von Datenqualität, Anzahl Kanäle und Ihren Prozessen ab.
08 · Typische Konfiguration
Bis zu 10 interne Seats decken Produktdaten, Marketing und die Leitung Innendienst ab. Installateure, Planer und Grosshändler sind Portal-Nutzer — in jeder Version unbegrenzt. Drei Sprachen und zwei Quell-Connectoren passen genau in Version S; kommen für den Export später Französisch oder Italienisch dazu, ist Version M der nächste Schritt. Indikativer Listenpreis € 10'950 pro Jahr.
Optionen
| Position | € / Jahr |
|---|---|
| Version S — 1–10 Seats, ≤ 25k Artikel, 1 Portal-Modul, 3 Sprachen, 2 Connectoren | € 5'400 |
| Kundenportal (Portal-Modul in S enthalten) | inkl. |
| Modul ETIM & BMEcat · Artikelband ≤ 25k | € 4'200 |
| Stage-/Test-Mandant · halbe Kapazität (25 % von Version S) | € 1'350 |
| Indikativer Listenpreis | ab € 10'950 |
09 · Rollout
Woche 1–2Scoping und Datenaudit. Attributinventar in EPIM, ETIM-Lückenanalyse für die wichtigsten Produktklassen, Berechtigungsmodell (Installateur / Planer / Grosshandel), Muster-TMX und -TBX vom Übersetzungspartner.
Woche 3–6Anbinden und Kundenportal öffnen. Import aus EPIM und SAP, kanonisches Mapping, Validierungsregeln, Portal im Test-Mandanten, Pilot mit einer kleinen Gruppe Installateure und einem Grosshändler, dann Go-live.
Woche 7–12Delta-Übersetzung und Grosshandelsdateien. Import von TM und Terminologie, erstes XLIFF-Deltapaket, Review-Queue pro Sprache; ETIM-Mapping und erstes BMEcat an einen Grosshändler, danach an alle weiteren.
Ab Monat 4Website-API, DPP, später der Shop. Die Website wechselt auf die REST-API mit Delta-Sync; DPP-Datenmodell und Pilot-Pässe für eine Produktgruppe; Commerce im Early Access, sobald verfügbar.
Indikativer Plan für dieses Szenario. Die tatsächliche Dauer hängt von der Datenqualität und der Verfügbarkeit Ihres Teams und Ihrer Partner ab.
10 · Nächster Schritt
Wir legen Ihre Quellen, Kanäle und Sprachen neben dieses Szenario und sagen Ihnen, was ein erstes Portal braucht — und welche Module Sie nicht brauchen.
11 · Weiterlesen
Self-Service für alle, die nach Ihren Daten fragen.
Ihr TM, Ihre Terminologie, nur das Delta.
Grosshandelsfähig, bei jedem Export geprüft.
Setzen Sie ein Gate zwischen Katalog und Chaos.